Icey-Fortsetzung sammelt über 30 Millionen Yuan – Produzent bittet um
Die Crowdfunding-Kampagne für Icey: Fortsetzung übertrifft das ursprüngliche Ziel um ein Vielfaches. Innerhalb von drei Tagen kamen über 20 Millionen Yuan zusammen, inzwischen sind es mehr als 30 Millionen. Der Produzent zeigt sich alarmiert und warnt vor überzogenen Erwartungen an das sechsköpfige Team.
Quelle: GameLook
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Was passiert ist
Am 1. Oktober startete die Crowdfunding-Kampagne für Icey: Fortsetzung (艾希:续), die Fortsetzung des 2016 erschienenen Independent-Hits Icey (艾希). Das ursprüngliche Ziel lag bei 10.000 Yuan. Schon am ersten Tag wurden über 5 Millionen Yuan zugesagt, nach drei Tagen mehr als 20 Millionen. Zum Redaktionsschluss übersteigt die Summe 30 Millionen Yuan, und mehr als 200.000 Personen haben sich beteiligt.
Produzent Lao Ma (肖卓宏), der mit einem sechsköpfigen Team an dem Spiel arbeitet, reagierte nicht mit Freude, sondern mit offener Sorge. In einem Livestream bat er die Community kniefällig, ihn nicht zum Heiligen zu erklären, und erklärte, er werde Zeit seines Lebens kein Crowdfunding mehr machen. Sein Bilibili-Kanal hatte zuvor nur wenige zehntausend Aufrufe pro Entwicklungsvideo erreicht.
Warum es wichtig ist
Icey gilt als eines der frühen Aushängeschilder der chinesischen Independent-Szene und war für viele Spieler das erste gekaufte Spiel überhaupt. Laut dem Geschäftsbericht des Publishers X.D. aus dem Jahr 2019 lag der weltweite Absatz über alle Plattformen bereits bei mehr als 3 Millionen Einheiten. Die Fortsetzung setzt auf die META-Erzählweise des Vorgängers und bindet Spielernamen in die Handlung ein.
Doch die Kampagne fällt in eine Zeit, in der chinesische Spieler Crowdfunding-Projekten mit großer Skepsis begegnen, weil einige Entwickler verschwunden sind. Dass ausgerechnet ein etablierter Titel diese Skepsis durchbricht, macht den Fall bemerkenswert. Lao Ma betont, das Spiel sei fast fertig und für den 1. Mai des kommenden Jahres geplant. Der Grund für die Kampagne sei nicht die Finanzierung des Projekts, sondern die Überbrückung der Monate bis zur Auszahlung durch Steam, um Gehälter zu sichern.
Wie es weitergeht
Die zentrale Frage ist, ob das Team die Erwartungen erfüllen kann. Lao Ma räumte ein, dass die 30 Millionen Yuan nicht sinnvoll in die bestehende Spielstruktur investiert werden können. In der verbleibenden Zeit seien nur Ergänzungen möglich, etwa Zwischensequenzen, Musik oder weitere META-Inhalte. Eine grundlegende Überarbeitung sei nicht machbar.
Eine vorzeitige Schließung der Kampagne lehnten die Unterstützer mehrheitlich ab, da viele auf physische Prämien oder die Nennung im Abspann warten. Ob das Spiel die hohen Erwartungen erfüllen kann, wird sich nach der Veröffentlichung zeigen. Der Druck auf das kleine Team dürfte bis dahin nicht kleiner werden.